Elektro- und Elektronikgerätegesetz 

ElektroG

Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) ist die deutsche Umsetzung der europäischen WEEE-Richtlinie, die am 13. August 2005 in Kraft getreten ist. Das Gesetz regelt das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die ordnungsgemäße und umweltfreundliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten. Durch das Gesetz ist soll die Vermeidung und Verringerung von Abfällen von Elektro- und Elektronikgeräten sowie die Wiederverwendung, das Recycling und weitere Formen der Verwertung dieser Abfälle gewährleistet werden. Hierdurch wird ein Beitrag zur Ressourcenschonung gewährleistet.

Das Gesetz gilt für Elektro- und Elektronikgeräte, die unter folgende Kategorien fallen:

  • Haushaltsgroßgeräte,
  • Haushaltskleingeräte,
  • Geräte der Informations- und Telekommunikationstechnik,
  • Geräte der Unterhaltungselektronik und Photovoltaikmodule,
  • Beleuchtungskörper,
  • elektrische und elektronische Werkzeuge,
  • Spielzeug sowie Sport- und Freizeitgeräte,
  • Medizinprodukte,
  • Überwachungs- und Kontrollinstrumente,
  • automatische Ausgabegeräte

Wer ist betroffen?

Hersteller und Importeure sowie Händler sind von dem ElektroG betroffen. Bevor Elektrogeräte in Deutschland in Verkehr gebracht werden (präsentieren, verkaufen, vermieten, verschenken, etc.), müssen sich Hersteller und Importeure zunächst einmal bei der Gemeinsamen Stelle (Stiftung der EAR) registrieren.

Händler können selber zum registrierungspflichtigen Hersteller werden, wenn sie unregistrierte Elektro(nik)geräte zum Kauf anbieten oder aus dem Ausland nach Deutschland einführen. Sie können freiwillig Altgeräte zurücknehmen und bei Sammelstellen entsorgen. 

Private Verbraucher dürfen alte Elektro- und Elektronikgeräte nicht mehr im Hausmüll entsorgen. Stattdessen können sie diese kostenfrei bei einer Sammelstelle in ihrer Nähe abgeben.

Ziel des ElektroG

Ziel des Gesetzes ist die vereinfachte und richtige Entsorgung alter Elektrogeräte. Nach dem Gesetz sollen in Zukunft noch weniger Elektro- und Elektronik-Altgeräte (EAG) entsorgt werden, sondern getrennt gesammelt und umweltfreundlich entsorgt werden. Des Weiteren hat das Gesetz zum Ziel  ressourcenrelevante Metalle rückzugewinnen, die in vielen Geräten enthalten sind. Zusätzlich wird die Umwelt mit einer nachhaltigen Entsorgung geschont.

Ablauf der Zertifizierung nach ElektroG

Der Betreiber einer Erstbehandlungsanlage ist verpflichtet, die Anlage jährlich durch einen geeigneten Sachverständigen zertifizieren zu lassen. Die Erstbehandlung von Altgeräten darf ausschließlich durch zertifizierte Erstbehandlungsanlagen durchgeführt werden. Das Zertifikat gilt längstens 18 Monate.

Angebot anfragen