EuCertPlast (Blauer Engel)

Zertifizierung "Blauer Engel" nur noch mit dem Zertifikat EuCertPlast möglich

Der Blaue Engel ist das erste und bekannteste Umweltzeichen der Welt. Seit 1978 setzt er Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, die von einer unabhängigen Jury nach definierten Kriterien beschlossen werden. Mit dem Blauen Engel werden Unternehmen für ihr Engagement im Umweltschutz belohnt. 

Produkte die teilweise oder ganz aus Recyclingkunststoffen hergestellt werden, können nur dann das Umweltzeichen "Blauer Engel" erhalten, wenn die dafür verwendeten Recyclate und Agglomerate (aufgearbeiteter Kunststoff) aus Kunststoffabfällen über das Zertifikat nach dem EuCertPlast Schema verfügen. Mit diesem EuCertPlast Zertifikat werden Herkunft und Zusammensetzung des Kunststoffes nachgewiesen. Wer den "Blauen Engel" beantragt, muss künftig die Herkunft und die Zusammensetzung der eingesetzten Kunststoffrecyclate mittels eines Zertifikates nach dem EuCertPlast-Zertifizierungsschema nachweisen.  Bei EUCertPlast handelt es sich um ein dreijähriges von der EU-Kommission finanziertes Projekt, das eine europäische Zertifizierung für Verwerter von recyceltem Kunststoff zum Ziel hat. Die Zertifizierung erfolgt für jedes Verwertungsverfahren einer Anlage einzeln.

Wer ist betroffen?

Grundsätzlich sind alle Unternehmen betroffen, die Kunstoff verwerten und weiterverarbeiten. 

Ziel der EuCertPlast Zertifizierung

Ziel der Zertifizierung ist es, Kunststoffverwerter mit hohen betrieblichen Standards auszuzeichnen und gegenüber den Entsorgern nachzuweisen, dass alle Verwertbaren Kunststoffabfälle umweltgerecht und gemäß geltendem Recht verwertet werden.

Ablauf der Zertifizierung nach EuCertPlast (Blauer Engel)

Die Erstzertifizierung nimmt erfahrungsgemäß einen Tag in Anspruch.Darauf folgt dann eine jährliche Überwachung um den Standard nachweislich aufrecht erhalten zu können.

Folgende Bereiche, die bei einer Zertifizierung geprüft werden: 

  • vorgeschriebenen Betriebsgenehmigungen und Umweltverträglichkeitsprüfungen
  • Schulung, Qualifikation und Organisation des Personals
  • Abnahme- und Prüfverfahren für angelieferte Stoffe
  • Lagerverwaltung
  • Verwertungsverfahren und zugehörige Massenbilanzierung
  • Prüfung des Rezyklierten Endprodukts
  • Umweltschutz
  • Subunternehmer
  • Qualitätsmanagement und Rückverfolgbarkeit

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